Flaschen & Zubehör

Ab April 2026 erhältlich:
Mehrweg-Rheinwein 0,75l

  • Gewicht: 514 g

  • Höhe: 340 mm

  • Durchmesser: 76 mm

  • Mündung: BVS 30/60

  • Farbe: oliv

In Planung:
Mehrweg-Bordeaux 0,75l

  • Gewicht: 495 g

  • Höhe: 310 mm

  • Durchmesser: 76 mm

  • Mündung: BVS 30/60

  • Farbe: oliv

In Planung:
Mehrweg-Bordeaux 1l

  • Gewicht: 575 g

  • Höhe: 310 mm

  • Durchmesser: 85 mm

  • Mündung: BVS 30/60

  • Farbe: standardgrün

Musterflaschen erhalten Sie im Flaschenhandel. Auf Wunsch können wir Ihnen auch technische Zeichnungen zukommen lassen.

Die Flaschen

Im Rahmen des Projekts wurden zwei olivgrüne 0,75-Liter-Mehrwegflaschen entwickelt – in den gängigen Rheinwein- und Bordeaux-Formen. Eine Burgunderflasche ist derzeit nicht geplant, da der Absatz in diesem Segment aktuell noch zu gering ist.

Warum olivgrün?
Olivgrün ist nicht nur die am weitesten verbreitete Flaschenfarbe im Weinbau, sondern auch besonders unempfindlich gegenüber Verfärbungen, die beim wiederholten Waschen entstehen können. Eine weiße Flasche für Roséweine ist aktuell nicht vorgesehen – der zusätzliche Sortieraufwand wäre bei der derzeitigen Marktlage nicht wirtschaftlich.

Robust, langlebig und für Leergutautomaten geeignet
Die Mehrwegflaschen sind bewusst etwas schwerer als Einwegflaschen. Grund dafür ist die stabile Ausführung: Wandung und Mündung sind verstärkt, um mindestens 12 Umläufe zu ermöglichen. Durch die leicht erhöhte Flaschenhöhe wird zudem die Erkennung in Leergutautomaten verbessert – ein wichtiger Vorteil für Rücknahmestellen.

Kompatibel mit vorhandener Fülltechnik
Die Flaschen sind auf den in Österreich üblichen BVS 30/60-Drehverschluss (Stelvin) ausgelegt. Das bedeutet: Es sind keine technischen Umstellungen bei der Abfüllung nötig.

Leicht erkennbar – für Konsument:innen und Logistik
Das offizielle Mehrweg-Logo der Wirtschaftskammer Österreich ist vierfach auf der Flaschenschulter eingeprägt – gut sichtbar, auch ohne zusätzliche Richtkerben für Etiketten. Die Platzierung im Sichtfeld ist nicht nur technisch durch erweiterte Etikettenflächen sinnvoll, sondern auch ein bewusster Marketing-Schritt zur Stärkung der Wiedererkennung.

Über Etikettenschutz und Reiberinge
Die Flaschen verfügen über einen sogenannten Etikettenschutz: Auswölbungen ober- und unterhalb der Etikettenfläche verhindern, dass Etiketten beim Transport oder auf Förderbändern beschädigt werden. Gleichzeitig reduziert diese Formgebung die Reibung, sodass sich lediglich zwei schmale Reiberinge bilden – statt großflächiger Kratzer.

Kaltendvergütung – Standard im Mehrweg
Zum Schutz der Oberfläche wird bei der Herstellung von Glasflaschen standardmäßig eine Polyethylen-Dispersion aufgetragen. Diese sorgt für bessere Gleiteigenschaften auf dem Fließband und ist für die reibungslose maschinelle Verarbeitung bei Abfüllung und Wäsche unerlässlich. Dieser Schutz wird mit den ersten Wäschen abgebaut, das heißt das Flaschen danach empfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung sind. Fördern Sie daher die Nutzung von Kisten und den schonenden Umgang mit den Flaschen.

Auch 1 Liter geplant
Auf Wunsch vieler Winzer:innen hat Vetropack zusätzlich eine 1-Liter-Mehrwegflasche in Bordeaux-Form entwickelt. Sie ist ebenso 310 mm hoch wie die 0,75-Liter-Version, nutzt den gleichen BVS 30/60-Verschluss und ist farblich in Standardgrün gehalten – passend für den Einsatz im österreichischen Markt.

Die Kisten

Für die erste Phase der Markteinführung – mit starker B2B-Ausrichtung – kommt eine modifizierte Standard-Kiste mit Tragegriff zum Einsatz. Sie ist kostengünstiger als die mittelfristig geplante Premium-Kiste, die dann auch verstärkt im Einzelhandel verwendet werden soll. Vom “Look-and-Feel” und den Außendimensionen soll die neue Kiste schon der Premium-Kiste vorgreifen.

In die Kiste passen alle drei neuen Mehrweg-Flaschen, sowohl die 340mm-hohe Rheinweinflasche als auch die 85mm breite 1-l-Bordeauxflasche.

Die Kiste wird Anfang Juli 2026 zur Verfügung stehen.

Verwendung von Kartons

Da die Kiste erst später verfügbar sein werden, können für den Start auch Kartons verwendet werden. Für die Sonderhöhe der Rheinweinflasche passende Kartons sind sowohl bei RWA (Lagerhaus) bzw. bei Müller Glas erhältlich. Kartons für Premium-Rheinweinflaschen (35 cm Höhe) können auch verwendet werden, schränken aber die Stapelbarkeit stark ein.

Generell ist der Einsatz von Kartons langfristig nur dort genehmigt, wo der Wein sich in geschlossenen Kreisläufen bewegt, das heißt die Winzer:innen die Flaschen selbst anliefern und abholen. Im Handel und bei größeren Gastronomiebetrieben sind – aufgrund der Vorteile bei Lagerung und Transport sowie dem Schutz der Flasche – Kisten zu verwenden.

Die Verschlüsse

Alle Mehrweg-Weinflaschen im Projekt haben eine Mündung passend zum branchenüblichen BVS 30/60-Verschluss. Das ist weltweit einzigartig für Mehrweg-Weinflaschen, bei denen bisher nur Korken, Kronenkorken oder MCA-(Saft)-Verschlüsse kamen.

Der BVS-30/60-Verschluss ist mit zwei verschiedenen Arten von Dichtungen erhältlich:

  • Platinen (Flachdichtungen)

  • Geschäumte Dichtungsmassen (Compounds)

Beide Varianten erfüllen die Anforderungen, die generell erwartet werden:

  • Flüssigkeitsdichtheit (bei liegender Lagerung).

  • Gasdichtheit bei Verwendung von CO2 im Füllgut (< 2 gCo2/l).

  • Mit Zinn-Einlage eine Lagerdauer von bis zu 4 Jahren.

  • Gute Anpassung der Dichtung an das Mündungsprofil (Mündungsdichtfläche).

Der geschäumte Compound (oben und seitlich) bietet zusätzlich – aufgrund der Anwesenheit von Dichtmasse im Übergangsbereich von der Dichtfläche zum Übergangsradius-Kerndurchmesser – etwas mehr Sicherheit bei …

    • Mechanischem Kontakt (Handling der Flaschen beim Füllen und Lagern)

    • Leichten Kontaktdellen am Verschluss

    • Leichten Beschädigungen an der Dichtfläche der Flasche und daraus resultierende Leckagen

Außerdem können Flaschen mit geschäumtem Compound nach dem Füllvorgang rascher umgelegt werden.

Die neue Mehrweg-Weinflasche – Immer wieder-Flasche am Weinregal – frontal
© Miriam Mehlman Fotografie

Die Etiketten

Das ideale Etikett für Mehrweg ist gegenüber Eis- und Kondenswasser beständig, löst sich aber bei der gewerblichen Reinigung in Lauge leicht und in einem Stück vom Mehrweg-Gebinde. Das Etikettenmaterial selbst muss also laugenstabil und gut recyclierbar sein, bzw. sollte zu einem hohen Anteil aus Rezyklat bestehen. Der optimale Klebstoffe dazu ist heißwasserlöslich, rezyklierbar und wird optimal gelagert.

Viele handelsübliche Selbstklebeetiketten entsprechen den Anforderungen nicht. Werden Sie auf die Mehrweg-Flaschen angebracht, müssen diese Flaschen wie Einweg-Gebinde vom Spüler ausgeschieden und dem Inverkehrbringer in Rechnung gestellt werden. Die gute Nachricht: Mehrwegfähige Produkte – auch bei Selbstklebeetiketten – sind seit mehreren Jahren im Einsatz und bei allen Etikettenhersteller:innen erhältlich.

Das ideale Etikett für Mehrwegflaschen muss zwei zentrale Anforderungen erfüllen: Es soll gegenüber Eis- und Kondenswasser beständig sein – sich aber gleichzeitig bei der gewerblichen Reinigung in Lauge leicht und rückstandsfrei in einem Stück vom Gebinde lösen lassen.

Dafür braucht es ein Etikettenmaterial, das:

  • laugenstabil ist,
  • gut recycelbar ist bzw. zu einem hohen Anteil aus Rezyklat besteht,
  • und mit einem heißwasserlöslichen, recyclingfähigen Klebstoff versehen ist, der zudem fachgerecht gelagert wird.

Ebenso benötigt es einen Klebstoff, der:

  • heißwasserlöslich ist und
  • sich in Kombination mit Additiven (z. B. NaOH + Zusätze) vollständig löst

Ebenso ist es günstig, wenn der Klebstoff nicht überlagert (max. 24 Monate) und nicht der Witterung ausgesetzt wurde. Das ist kein Muss, hilft aber unnötige Störungen im Reinigungsprozess zu vermeiden.

Achtung bei handelsüblichen Selbstklebeetiketten
Viele herkömmliche Selbstklebeetiketten erfüllen diese Anforderungen nicht. Werden sie dennoch auf Mehrwegflaschen aufgebracht, können diese Flaschen nicht weiterverwendet werden. Sie müssen wie Einweggebinde aussortiert und dem Inverkehrbringer mit dem Pfandwert in Rechnung gestellt werden.

Die gute Nachricht: Lösungen erhältlich
Mehrwegfähige Etiketten – auch als Selbstklebevarianten – sind seit Jahren am Markt verfügbar und bei allen gängigen Etikettenhersteller:innen erhältlich. Es lohnt sich also, gezielt auf mehrweggeeignete Produkte zu achten.

Teures Downcycling vermeiden:
Lassen Sie Ihre Etiketten vor dem Einsatz vom Flaschenwäscher prüfen!

Typische Probleme bei ungeeigneten Etiketten

Papierschlammbildung
Wird nicht laugenstabiles Etikettenpapier verwendet, quillt es während der Reinigung auf und verliert seine Struktur. Die aufgelösten Papierpartikel lagern sich in Düsen und Leitungen der Spülmaschine ab. Das führt zu Stillständen, zusätzlichem Reinigungsaufwand und im schlimmsten Fall zu Beschädigungen der Anlage.

Klebereste auf der Flasche
Ein weiteres Problem: Das Etikettenpapier löst sich zwar in der Lauge, der Klebstoff jedoch bleibt haften. Eine vollständige Entfernung ist dann nur noch manuell und mit chemischen Zusätzen möglich.

Etikettentypen

Für kleine bis mittelgroße Serien werden oft Haftetiketten – von Hand oder mit einem Etikettiergerät – aufgebracht. Hier besonders sollte auf eine optimale und nicht zu lange Lagerung sollte geachtet werden, da sonst die Qualität des Klebstoff abnimmt. Zur Aktivierung des Klebers (druckempflindlich) ist ein geeigneter Anpressdruck notwendig.

Recycling-Tipp: Trägermaterial lässt sich mittlerweile – nicht mit Papier sondern als gesammelte Sammelfraktion – recyclieren. Details dazu bei Ihren Etikettenlieferant:innen.

Varianten
    • nassfestes und laugenfestes Papier

    • transparente Polypropylen-Folie (PP-Folie)

    • weiße Polypropylen-Folie (PP-Folie)

    • transparente Polyethylen-Folie (PE-Folie) (selten)

Bei größeren Auflagen werden die Etiketten in der Regel über Nassklebung angebracht. D. h. eine Nassleimmaschine bringt beim Etikettieren zuerst den Nassleim auf das Etikett auf bevor dieses auf die Flasche angedrückt wird.

Nassleimetiketten sind gut abwaschbar. Es ist nur darauf zu achten, dass das Papier nass- und laugenfest ist.

Für kleine Serien kommen ab und zu trockengummierte Etiketten zur Verwendung. Der Kleber wird durch ein Befeuchten der Etikettenrückseite aktiviert (wie beim Briefmarke).

Selbstklebe-EtikettenNassleimetikettenTrockengummierte Etiketten
Kleber: laugenlöslichproduktabhängigjaja
Etikett: nass-& laugenfestproduktabhängigproduktabhängigproduktabhängig
Altpapierrecyclingjajaja
Übersicht über geeignete Etikettenmaterialien für Mehrweg-Weinflaschen

Aus umfangreichen Studien von Projektpartner Securikett mit mehr als 600 verschiedenen Flaschen-Etikettenmaterial-Kleber-Kombinationen konnten die folgende Erkenntnisse gewonnen werden:

Hinweise zum Kauf
  • Handelsübliche – als abwaschbar gekennzeichnete – Selbstklebe-Papiere eignen sich für die Reinigung, sind jedoch zumeist nicht oder nur schlecht für den Eiskübeltest. Das Verhalten im Keller, Kühlschrank oder beim Transport im Handel (Kühl-LKWs) sollte getestet werden.
  • Polypropylen-Folien mit laugenlöslichem Klebstoff (abwaschbaren UV-Acrylat oder einem abwaschbaren Kautschuk-Hotmelt) erfüllen die Anforderungen beim Abwaschen UND im Eiskübeltest, verursachen in der Lauge mit den gelösten Papieretiketten jedoch eine Mischfraktion, die nicht recycled werden kann.
  • Gebrauchte Flaschen erzielen auch dann gute Abwasch-Ergebnisse, wenn deren Klebstoffe nicht fürs Abwaschen spezifiziert ist. Das hängt mit einer bereits teilweise oder vollständig entfernten Kalt-Endvergütung (siehe oben) zusammen. Daher ist für gebrauchte Flaschen eine größere Anzahl von preiswerteren Etikettenmaterialien möglich, die vielfach auch einen Eiskübeltest bestehen. Die Umsetzbarkeit ist jedenfalls vorher zu testen.„von Kunststoff abwaschbar“ oder als „stark permanent“ spezifiziert sind, müssen vor dem Einsatz auf Mehrweg-Glas getestet werden.
  • „von Kunststoff abwaschbare“ oder als „stark permanent“ spezifiziert Klebstoffe müssen vor dem Einsatz auf Mehrweg-Glas getestet werden.
  • In Streifen aufgebrachte Klebstoffe erhöhen die Angriffsfläche für die Lauge und können die Ablösbarkeit verbessern.
  • Wichtig: Auch Qualitäts-, Preis-, Mehrweg- & Pfandaufkleber sollten abwaschbar sein!
Hinweise zur Lagerung
  • Regen: Bei handelsüblichen Selbsklebe-Papieren auf Glasbehältnissen hat (mehrmalige) Feuchtigkeitseinwirkung mit anschließender Wiederantrocknung einen negativen Einfluss auf die Abwaschbarkeit. Ein Befeuchten unmittelbar vor der Wäsche hat dagegen äußerst positive Wirkung.
  • Sonnenstrahlen: Auch das Aussetzen der etikettierten Leergebinde direkter UV-Strahlung durch die Lagerung im Freien ist der Abwaschbarkeit nicht zuträglich.
Hinweise zum Druck
  • Die Tests haben ergeben, dass sowohl offenporiges, geschlossenes oder nassfestes Papier abwaschbar sind.
  • Bedruckung (UV-Farbe, Lacke) – vor allem wenn vollflächig – kann einen Einfluss auf das Abwaschergebnis haben.
  • Die Auswirkungen von Kalt- oder Heißfolienprägung sind individuell zu betrachten.
  • Laminate sind für den Einsatz bei Mehrweg-Etiketten zu vermeiden.

Weil die Vielfalt der möglichen Etiketten doch sehr groß ist, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit Ihren Etikettenlieferant:innen bzw. ihrem Flaschenwäscher.